| Personalie |
Klaus Maria Brandauer wird mit der Martin-Buber-Plakette ausgezeichnet. Die deutsch-niederländisch-belgische Kulturstiftung "Euriade" ehrt den Schauspieler und Regisseur damit vor allem für sein Engagement für die Universität Tel Aviv. Brandauer unterstützt über den nach seiner 1992 verstorbenen Ehefrau Karin benannten Karin-Brandauer-Fonds den Lehrstuhl für Theaterwissenschaften, Gastprofessoren für die Fakultät der Bildenden Künste und ein Projekt zur Krebsprävention. Auch zahlreiche Kollegen, Schriftsteller und Kritiker setzten sich für den Fonds ein.
Die Plakette wird bei eine Festakt im November verliehen. Die Laudatio soll der ehemalige österreichische Bundeskanzler Franz Vranitzky halten.
Die Auszeichnung aus Urkunde und Medaille lehnt sich an den Philosophen Martin Buber (1878 - 1965) und sein «dialogisches Prinzip« der Mitverantwortung an und wird seit 2002 verliehen. Sie ehrt Persönlichkeiten, die sich über ihren Beruf hinaus für Dialog und Mitverantwortung für ihre Mitmenschen einsetzen. Bisherige Preisträger sind die Politiker Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker sowie die Künstler Karlheinz Böhm und Herman van Veen.
Brandauer wurde 1944 im österreichischen Bad Aussee geboren. International bekannt wurde der Schauspieler durch die Verfilmung des Thomas-Mann-Romans «Mephisto» (1981), in der er "Hendrik Höfgen" alias Gustav Gründgens verkörperte. Ferner spielte Brandauer den Bösewicht im inoffiziellen James-Bond-Film «Sag niemals nie» mit Sean Connery. In der Karen-Blixen-Verfilmung «Jenseits von Afrika» mimte er Baron Bror Blixen. Brandauer lehrt am Max-Reinhardt-Seminar in Wien.
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