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Sterbehilfe
rettet Feuerbach-WerkeDie gesammelten Werke des bayerischen Philosophen Ludwig Feuerbach (1802 – 1872) können nun doch vollständig herausgegeben werden: Die Schweizer Sterbehilfe-Organisation "Dignitas" hat der Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft eine Privatspende von 15.000 Euro zukommen lassen, so dass die Fianzierungslücke der Feuerbach-Werkausgabe nun geschlossen ist. Das teilte der . Vorsitzende der Gesellschaft, Georg Batz, mit.
Die 15.000 Euro stammen aus dem Nachlass der gebürtigen Chemnitzerin Marlene Angelica
Zahn, die am 22. Mai in Zürich gestorben ist. "Noch mit warmen Händen",
so berichtet die Ludwig- Feuerbach- Gesellschaft, habe die frühere Lehrerin
einen Teil ihres Nachlasses der «Schweizerischen Gesellschaft für die Europäische
Menschenrechts-Konvention» (SGEMKO) vererbt. Die Gesellschaft setzt sich für
die Anerkennung der Sterbehilfe ein und wurde 1998 vom Journalisten und Zürcher Anwalt Ludwig A. Minelli
gegründet, der ausserdem
Generalsekretär der Sterbehilfe-Organisation "Dignitas - Menschenwürdig leben - Menschenwürdig
sterben" ist. "Ditnitas" wiederum habe der schwerkranken Marlene
Zahn geholfen, "ihr Leben selbst zu beenden", teilt die Ludwig-
Feuerbach- Gesellschaft mit:
Mit der Spende kann die Gesellschaft die letzte Finanzierungslücke schließen. Zuletzt war das Erscheinen der drei letzten Bände der Werkausgabe gefährdet. Die bisherigen 19 Bände sind im Akademie-Verlag in Berlin erschienen. Herausgeber der Gesamtausgabe ist Professor Dr. Werner Schuffenhauer.
Durch einen Spendenaufruf vom Herbst vergangenen Jahres (siehe Feuerbach-Ausgabe in Gefahr) waren bisher lediglich 8.000 Euro zusammengekommen. Die Ludwig- Feuerbach- Gesellschaft braucht aber mindestens 21.000 Euro Eigenmittel, um Zuschüsse aus anderen Quellen – insbesondere solchen der Arbeitsmarktbehörden – bekommen zu können.
"Besonders enttäuschend" wertet Georg Batz von der Ludwig-
Feuerbach- Gesellschaft, "dass keine einzige der sog. humanistischen und freigeistigen Organisationen, die sich dem Werk Ludwig
Feuerbachs angeblich besonders verbunden fühlen, auch nur einen nennenswerten Betrag geleistet haben, mit Ausnahme des bfg Erlangen von 500.- und des bfg
Fürth von 300.-. Auch keine einzige der Nürnberger Stiftungen, etwa die Kulturstiftung der Stadtsparkasse, war bereit, wahrscheinlich aus Rücksicht auf
ihre kirchlichen Interessen, auch nur einen Cent beizusteuern, von der Stadt Nürnberg ganz zu schweigen, obwohl die letzten drei Bände Nürnberg und Erlangen
zum Inhalt haben und für die Kultur- und Geistesgeschichte der Noris von 1860-1872 von maßgeblicher Bedeutung sind."
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