Philosophie heute

Gadamer verstorben


Im Alter von 102 Jahren ist Hans-Georg Gadamer in Heidelberg am 14.März 2002 gestorben. Gadamer galt als einer der bedeutendsten Denker des 20.Jahrhunderts. Mit seinem Hauptwerk "Wahrheit und Methode: Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik" begründete er 1960 die moderne Verstehensanalyse als philosophische Disziplin. Bis kurz vor seinem Tod war Gadamer noch mit Vorträgen, Interviews und Texten als philosophischer Publizist aktiv, zuletzt beschäftigte ihn der Frieden zwischen den Weltreligionen.

Gadamers Hermeneutik orientierte sich methodisch zwar an der traditionellen Text-Hermeneutik, speziell dem theologischen Verständnis der Bibel. Inhaltlich jedoch ging es Gadamer um das Verstehen der Welt, speziell eines Selbstverständnisses des menschlichen Daseins im Heideggerschen Sinne. Heidegger hatte Gadamer kurz nach seiner Promotion 1923 kennengelernt, 1929 habilitierte er sich bei Heidegger. 1937 wurde Gadamer Professor in Marburg, wechselte später nach Leipzig, wo er nach dem 2.Weltkrieg Rektor wurde. 1949 trat er in Heidelberg die Nachfolge von Karl Jaspers an und blieb dort bis zu seiner Emeritierung 1968.

Nachruf (zdf online)

Nachruf (Süddeutsche Zeitung)

Website über Gadamer

Meistzitierte deutschsprachige Philosophen 2000

Webmaster © 1997 - 2002 Michael Funken. Alle Rechte vorbehalten.  Impressum
philosophierenphilosophischInformation Philosophie im Internet: Portalseite
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Einbindung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat, sofern man sich davon nicht ausdrücklich distanziert hat. Hiermit betone ich ausdrücklich, dass ich keinerlei Einfluß auf Gestaltung, Inhalte und Links aller gelinkten Seiten habe noch jemals hatte, und distanziere mich ausdrücklich von sämtlichen Gestaltungsformen, Inhalten und Links aller gelinkten Seiten und mache mir diese nicht zu eigen.
Düsseldorf, 24.5.2000, Dr. Michael Funken