Phänomenologie

Petra Gehring Präsidentin

Frauen an der Spitze - was die Berliner Parteien können, können die Philosophinnen (und Philosophen) schon lange. Petra Gehring, Professorin an der TU Darmstadt, ist neue Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Forschung. Am 6.Oktober wählten die Phänomenologen die junge Professorin (Jahrgang 1961) an ihre Spitze, und zwar einstimmig. Neuer Vizepräsident ist Prof. Dr. Karl Mertens (Universität Würzburg), neuer Generalsekretär Dr. Marc Rölli (TU Darmstadt). Eine der Aufgaben der Präsidentin: Den nächsten Phänomenologen-Kongress auszurichten. Der findet 2007 in Darmstadt statt. Es ist das erste Mal, dass eine Technische Universität zum Zentrum der Phänomenologie wird.

Die Deutsche Gesellschaft für Phänomenologische Forschung wurde im Jahr 1971 in München gegründet. Das aktuelle phänomenologische Diskussionsfeld reicht vom Denken des methodischen Vaters der Phänomenologie, des Philosophen Edmund Husserl (1859-1938), über Theoretiker wie Plessner, Scheler, Heidegger, Levinas und Merleau-Ponty bis hin zum phänomenologisch inspirierten Differenzdenken von zeitgenössischen Autoren wie Derrida, Deleuze und Foucault. Zentren der phänomenologischen Diskussion in Deutschland sind die Universitäten Freiburg, Köln, Trier, Bochum, Wuppertal und Würzburg.

Petra Gehring studierte Philosophie, Politikwissenschaften und Rechtswissenschaft in Gießen, Marburg und Bochum. 1992 promovierte sie, 2000 wurde sie habilitiert. Seit 2002 ist sie Professorin für Philosophie an der TU Darmstadt. Sie arbeitet u.a. über Foucault, Derrida und Lyotard: Innen des Außen - Außen des Innen. Foucault - Derrida - Lyotard (1997),  Foucault - Die Philosophie im Archiv (2005). Email Website

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Autor [Stand der Information: 10/10/2005]

Michael Funken, promovierter Philosoph und Journalist.

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Düsseldorf, 24.5.2000, Der Herausgeber