| Luzern |
Unter dem Titel "Philosophie und Management" führt die Universität Luzern Nachdiplomkurse für erfahrene Führungskräfte durch. Dahinter steht die Einsicht, dass hinter den Fragen von Managern "Was" und "Wie" dies zu tun ist, philosophische Probleme stehen. Warum befinden wir uns in dieser Situation? Welche Entwicklung brachte uns diese Konstellation? Welche Ziele versprechen einen ganzheitlichen und dauerhaften Erfolg? Mit einer philosophisch fundierten Reflexion auf diese Fragestellungen sollen Führungskräfte eine tragfähige Ausgangslage für ihre Entscheidungen erreichen. "Philosophie war seit jeher viel praktischer als ihr Ruf", sagt etwa Enno Rudolph, Philosophieprofessor an der Luzerner Universität. "Ihre bewährten Methoden zur Einübung in sachgerechtes Handeln sollte gerade dem Aufgabengebiet und Tätigkeitsbereich des modernen Unternehmensmanagements sehr nützlich sein, etwa wenn es um derart unterschiedliche Themen geht wie: Machtausübung, Führungsqualität, Autorität, Hierarchiekonflikte, Wertorientierung oder Humanität als Handlungsnorm".
Der Kursaufbau beinhaltet vier Module. Das Modul "Macht" beansprucht zwei Samstagvormittage, in denen es um "Machtbegriff und Charisma" sowie "Demokratie durch Führung? Macht und Gerechtigkeit" geht. Textgrundlagen bilden dabei die Bücher Macht und Entscheidung von Kondylis sowie Gerechtigkeit von Otfried Höffe. In einem Blockseminar wird anschließend von verschiedenen Perspektiven und Themenfeldern her der Umgang mit Macht thematisiert.
Das zweite Modul beinhaltet das Thema "Der Einzelne und das Kollektiv". Themen der beiden Samstagvormittage sind hier "Gemeinschaft: mainstream und Abweichung" sowie "Biografie". Im Blockseminar wird "Neues aus Erfahrung - Kreativität" behandelt. Dabei werden Methoden und Bedingungen diskutiert, die erzeugt werden müssen, wenn es zu einer gelungenen Förderung von Kreativität kommen soll.
Das dritte Modul hat "Die Wahrheit" zum Thema. An den beiden Samstagvormittagen geht es dabei um "Wie verlässlich sind die Sinne?" und "Wahrheit, Irrtum und Lüge". Im Blockseminar wird die Dialogphilosophie Martin Bubers vorgestellt, die die Faktoren nennt, die gewahrt sein müssen, wenn Differenzen noch im Gespräch austragbar bleiben sollen. Die Teilnehmer erlernen anschließend die "sokratische Methode" der Gesprächsführung.
Das letzte Modul hat "Raum und Zeit" zum Thema. Dabei geht es am ersten Samstagvormittag um "Zeittheorie und Zeitressourcen", am zweiten um "Die Globalisierung (über-)denken", hier um Verhaltensoptionen im Kontext multikultureller Gesellschaften geht. In der letzten Blockveranstaltung geht es um Systemtheorie, wobei die Teilnehmer die systemischen Chancen und Grenzen ihres Betriebes erkennen lernen sollen.
Kolleg für Führungskräfte
Frankfurt/M. (2005)
Klaus-Dieter Grün und Michael
Kühnlein: Philosophieren mit Managern
(2001)
Manager Philosophie Kolleg
(2002)
|
[Stand der Information: 30/11/2005]
|
. |
Webmaster © 1997 - 2005 M. Funken. Alle Rechte vorbehalten. Impressum |
|
|
| Mit Urteil vom 12.
Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Einbindung eines
Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat, sofern man sich davon
nicht ausdrücklich distanziert hat. Hiermit betone ich ausdrücklich, dass ich keinerlei
Einfluß auf Gestaltung, Inhalte und Links aller gelinkten Seiten habe noch jemals hatte,
und distanziere mich ausdrücklich von sämtlichen Gestaltungsformen, Inhalten und Links
aller gelinkten Seiten und mache mir diese nicht zu eigen. Düsseldorf, 24.5.2000, Der Herausgeber |