zum Leserbrief: Friedrich Seibold: "Frei" ist ein Denkfehler:
Philosophie auf "Meinungen" zu reduzieren, halte ich für eine unnötige Selbstkasteiung, gibt es doch schon lange die Definition, wonach Philosophie 'Liebe zum Wissen und zur Weisheit als WISSENSCHAFT' ist. Demgemäß ist Philosophie selbst Wissenschaft und muss sich daher auf die Wissenschaften, d.h. zumindest auf eine angemessene Berücksichtigung der einschlägigen Ergebnisse der Wissenschaften, gründen. Dazu gehört dann natürlich auch die (ge-)wissensmäßige Diskussion von Ergebnissen der Hirnforschung.
Daher reicht es zweifellos nicht aus, die Probleme des Willens und seiner Freiheit sozusagen more geometrico nur nach den Regeln der Logik zu analysieren. Freiheit ist u.a. Freiheit wovon? und Freiheit wozu? Nicht jedoch Loslösung von jeglicher Bedingtheit bzw. Voraussetzung. Es muss daher gefragt werden, unter welchen Voraussetzungen Freiheit - auch die des Willens - möglich ist. Das geht Gott sei Dank nicht einfach more geometrico - wie die äußerst reichhaltige Diskussion über die Themen Wille und Freiheit in jahrtausendlanger Diskussion doch wohl zur Genüge demonstriert hat.
zum Leserbrief: Friedrich Seibold: "Frei"
ist ein Denkfehler
Leserbrief: Hans Burkhardt: Hirnforscher und Geist
Leserbrief: Ulrich Fritz Wodarzik: Seinsgrund der
Sittlichkeit
Gehirn
vs. Geist: Die Neurowissenschaft-Debatte
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Autor [Stand der Information: 06/09/2005]
Dr. Klaus Robra |
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