| Theoretische Philosophie |
Der Gedanke einer einheitlichen Zeitmessung ist gerade einmal hundertzwanzig Jahre alt: 1883 wurden erstmals vier Zeitzonen geschaffen, und sowohl heutige Weltzeitzonen als auch Uhren, auf die wir selbstverständlich zurückgreifen und die als unentbehrlich für die Gestaltung unseres täglichen Lebens gelten, sind Errungenschaften, die keinesfalls als naheliegend oder gar als natürlich anzusehen sind.
In allen Gebieten der Erde, in denen sich durch technischen Fortschritt die Uhrmacherkunst verfeinert, verändert sich das Zeitbewusstsein bzw. verändert sich die Zeitwahrnehmung. Uhren mit einer größeren Ganggenauigkeit und einer höheren Messgenauigkeit ermöglichen nicht nur eine genauere Zeitbestimmung, sondern sie strukturieren Prozesse und deren Wahrnehmung in einer wesentlich differenzierteren Weise als zuvor.
Andererseits wird diese veränderte Wahrnehmung aber auch erzwungen. Denn durch die Verbesserung der künstlichen Zeitmessgeräte tritt die Bedeutung der natürlichen Zeitgeber zurück. Natürliche Prozesse, die das menschliche Leben strukturieren, werden durch die metrische Einteilung nicht nur hinsichtlich ihrer empfundenen Dynamik egalisiert, sondern sie verlieren vor allem an Wichtigkeit für die Gestaltung des menschlichen Alltags. Die Intensivierung zwischenmenschlicher Beziehungen, sozialer Kontakte und gesellschaftspolitischer Interaktionen erfordert in gewisser Weise die Akzeptanz künstlicher Zeitgeber.
In Übereinstimmung mit der Aristotelischen Zeittheorie dienen als Basis einer jeden Zeitmessung periodische Vorgänge in der Natur, bzw. etwas vorsichtiger formuliert: Als Basis dienen Phänomene, die dem menschlichen Bewusstsein als periodisch erscheinen. Die vorsichtig anmutende Formulierung hat ihren Grund darin, dass die Periodizität der mechanischen Vorgänge in Uhren zunächst einmal nur in abgeleiteter Form konstatiert werden kann. Denn Ausgangspunkt einer jeden Zeitmessung sind diejenigen Vorgänge in der Natur, die als periodisch auftretend angesehen werden. Klassischerweise wird hierzu auf die vertrauten zyklischen Vorgänge zurückgegriffen: auf das Jahr, auf den Tag oder auf die Lunation.
Die durch diese periodischen Vorgänge festgelegten Zeiträume werden nun mittels Uhren in gleich große Abschnitte unterteilt. Und in Form von Uhren können zyklische Phänomene als Zeitmaßstäbe an jeden Ort gebracht werden. Somit lassen sich überall beliebig lange und nahezu beliebig kurze Zeitabschnitte messen. Die Existenz offenbar periodischer Vorgänge und die Möglichkeit, diese mit relativ hoher Frequenz künstlich herzustellen, sind wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Formulierung einer physikalischen Zeit. Diese ergibt sich demnach als Abstraktion aus den angesprochenen Erfahrungen im Umgang mit der Zeit. Die physikalische Zeit ist also zunächst nicht die Voraussetzung, sondern das Ergebnis eines Nachdenkens über die Zeit und das Ergebnis eines technisch vermittelten Umgangs mit der Zeit.
In den vergangenen Jahrhunderten ist die physikalische Zeit so zu der bestimmenden Grundlage unseres naturwissenschaftlichen Wirklichkeitsverständnisses geworden, dass sie und ihre Eigenschaften im Rahmen der heutigen Physik kaum problematisiert werden. Ein Blick in naturwissenschaftliche Standardwerke zeigt dies. Aber, so kann man durchaus mit Recht einwenden, hat nicht eine der beiden großen Revolutionen in der Physik des vergangenen Jahrhunderts, hat nicht die Allgemeine Relativitätstheorie unser Verständnis von Zeit radikal verändert?
Betrachten wir dazu zunächst die klassische Vorstellung der Zeit, deren Ursprung wir soeben erörtert haben: Wahrnehmung der Periodizität natürlicher Phänomene, technische Fortschritte bei der Herstellung künstlicher periodischer Abläufe und die Abstraktion aus all diesen zyklischen Vorgängen – diese drei Elemente führen zu einer Zeitvorstellung, die mit geringfügigen Ausnahmen allen wissenschaftlichen Disziplinen und unserem Alltagsbewusstsein zugrunde liegt. Dabei wird die Zeit verstanden als eine gegebene Voraussetzung, die die Wirklichkeit charakterisiert und auf die zur Beschreibung aller Prozesse auf einer ganz basalen Ebene problemlos und erfolgreich zugegriffen werden kann. In diesem alltäglichen Verständnis scheint es nichts Realeres zu geben als die Zeit – und jeder Zeitdruck, den wir täglich spüren, belegt offenbar diese Ansicht.
Diese Entwicklung führt zu dem klassischen Konzept der Zeit, das von Isaac Newton in seinen Mathematischen Prinzipien der Naturphilosophie im Jahre 1687 formuliert wurde: „Die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig und ohne Beziehung auf irgendeinen äußeren Gegenstand.“
Die Newtonsche Konzeption von Zeit ist durchaus kompatibel mit dem Verständnis von Zeit als reine Anschauungsform a priori, mit der Immanuel Kant sowohl die Voraussetzungslosigkeit der Zeit als auch deren Funktion als streng notwendige Bedingung der Möglichkeit von Erkenntnis überhaupt formuliert. Denn auch bei Newton wird die Unabhängigkeit der Zeit und des Zeitverlaufs von irgendwelchen physikalischen resp. natürlichen Prozessen betont. In dieser Beziehung haben beide Denker denselben Ausgangspunkt: Die Zeit existiert unabhängig von der Erfahrung und ist deshalb a priori. Sie bildet erst den Hintergrund einer jeden empirischen Erkenntnis. Gleiches gilt auch für die Konzeption des Raumes.
Die Zeit ist also eine apriorische Bedingung von natürlichen Phänomenen überhaupt. Mindestens zwei metaphysische Elemente tauchen in diesem klassischen Zeitverständnis auf: Erstens wird die absolute Zeit als gleichförmig verfließend verstanden, und zweitens steht die Zeit in keinerlei Wechselwirkung mit physikalischen Objekten oder anderen Entitäten. Weder können diese durch die Zeit eine Veränderung erfahren, noch vermögen sie die Gleichförmigkeit der Zeit zu beeinflussen. Die Rede von der Absolutheit der Zeit kommt gerade darin zum Ausdruck, dass diese wechselwirkungsfrei und gleichförmig verfließt. Wie sollte auch jemals eine absolute Zeit danach charakterisiert werden, ob sie schnell oder langsam verläuft?
Mit seiner Definition bzw. mit seiner apriorischen Setzung ermöglich Newton die Bestimmung und Messung von relativen Zeiten. Denn die absolute Zeit liefert letztlich den Maßstab für die Quantifizierung konkreter Zeiten bzw. Zeiträume und bildet somit die Grundlage zur Beschreibung aller natürlichen Prozesse. Diese Grundlage wird dann von Kant in seiner transzendentalen Ästhetik philosophisch gerechtfertigt.
Sicherlich nicht zuletzt dank der geistesgeschichtlichen Schützenhilfe des Gedankens der reinen Anschauungsform a priori scheint es unserem allgemeinen Bewusstsein eher zu entsprechen, die Newtonsche Zeitvorstellung zu übernehmen - und nicht etwa die von Leibniz. Und gemäß diesem Bewusstsein scheint die Zeit als völlig unabhängig gegeben. Das Universum ist demnach ein unendlich großes Behältnis, in dem unabhängig von seiner Struktur und seiner Dynamik eine kosmische Uhr gleichförmig tickt. Alle Prozesse laufen völlig unbeeinflusst von der absoluten kosmischen Zeit ab, so dass prinzipiell zu jedem Zeitpunkt alle gleichzeitig stattfindenden Ereignisse in allen Raumpunkten bestimmt werden könnten.
Diese Vorstellung einer gleichförmig tickenden kosmischen Uhr ist tief in unserem Bild der Wirklichkeit verankert. Sie wird repräsentiert durch all die Uhren, die unseren Tagesablauf, unsere Zeiteinteilung und unser Leben bestimmen. Selbst das subjektive Gefühl von langweiligen oder kurzweiligen Begebenheiten wird in seiner Beurteilung immer wieder rückgebunden an ein objektives Zeitmaß, indem die einzelnen Begebenheiten und Erlebnisse mit konkreten Zeigerstellungen in Beziehung gesetzt werden. Die oft zu hörenden Rufe des scheinbaren Entsetzens wie „Es ist ja schon ...“ oder „Es ist ja erst ...“ bestätigen das Gesagte.
Diese Art des Zeitverständnisses liegt aber nicht nur dem menschlichen Alltagsempfinden, sondern ebenso allen wissenschaftlichen Tätigkeiten zugrunde. Auch wenn das Phänomen der Zeit in den verschiedenen Wissenschaften zu Recht ganz unterschiedlich thematisiert und reflektiert wird, so bildet doch die physikalische Zeit zumindest auf der Basis des Gegenstandsbereiches der jeweiligen Wissenschaft ein allgemein akzeptiertes Maß.
Zwar haben sowohl die Spezielle Relativitätstheorie aus dem Jahre 1905 als auch die Allgemeine Relativitätstheorie von 1916 unsere Vorstellung von Raum und Zeit revolutioniert – hinsichtlich des Bewusstseins von Zeit aber haben diese Theorien nichts verändert. Weiterhin erscheint in konkreten Systemen eine Uhr, die unabhängig von Ereignissen und Prozessen gleichförmig tickt, als adäquate Repräsentation bzw. Symbolisierung der entsprechenden Systemzeit.
Ein Merkmal des Zeitbegriffs in der klassischen Physik besteht darin, dass dort die Zeit unabhängig vom Raum gedacht wird. Raum und Zeit sind nicht nur unabhängig von materiellen Objekten und Ereignissen, sie stehen auch in keiner Beziehung untereinander. Diese Vorstellung wird im theoretischen Kontext der Relativitätstheorien verworfen. Ausgehend vom Problem der Bestimmung von gleichzeitigen Ereignissen entwickelt Einstein ein theoretisches Konzept, in dem Raum und Zeit abhängig vom Bewegungszustand des betrachteten Bezugssystems sind.
Als eine zentrale Aussage für den Zeitbegriff ergibt sich dabei, dass die Vorstellung einer universellen Gleichzeitigkeit aufgegeben werden muss. Der gewissermaßen problemlose, gebräuchliche Umgang mit der Zeit ist strenggenommen nur in demjenigen Bezugssystem möglich, in dem sich die zu messenden Ereignisse und der Beobachter in Ruhe befinden. In diesem Bezugssystem läuft die sogenannte "Eigenzeit" ab. Für die Bestimmung von Zeiten in dazu bewegten Bezugssystemen muss eine spezielle Umrechnung, die sogenannte „Lorentz-Transformation“, vorgenommen werden. In diesen mathematischen Gleichungen kommt dann genau das zum Ausdruck, was ich eben angedeutet habe: Raum und Zeit existieren nicht mehr unabhängig voneinander. Hermann Minkowski hat diesen Sachverhalt im Jahre 1908 sehr schön pathetisch in die folgenden Worte gekleidet: „Von Stund an sollen Raum für sich und Zeit für sich völlig zu Schatten herabsinken und nur noch eine Art Union der beiden soll Selbständigkeit bewahren.“ Die Relativitätstheorien haben zwar unsere Kenntnis über die Zeit und deren Bedeutung für die Kausalität wirklich revolutioniert. Dies gilt auch für die Messung der Zeit - sowohl in bewegten Bezugssystemen als auch unter Anwesenheit von Gravitationsfeldern. Eine prinzipiell andere Rolle als in der klassischen Physik spielt sie aber nicht: Alle dynamischen Prozesse in der physikalischen Natur werden beschrieben, indem die Änderung der unterschiedlichen physikalischen Größen in Abhängigkeit von der Zeit bestimmt wird. Sie fungiert als unabhängiger Parameter in den Grundgleichungen der einschlägigen physikalischen Theorien.
Auch wenn der Gedanke einer universellen Zeit – bis auf eine Ausnahme – aufgegeben ist, so sind doch die Charakteristika der Eigenzeit in einem konkreten Bezugssystem identisch mit denen der Zeit in der klassischen Physik. Die Zeit erscheint als ein Zug der Natur oder als ein menschliches Konstrukt und bildet die unumstößliche Grundlage einer jeden Beschreibung von Prozessen in der Realität. Hinsichtlich der Frage nach der Realität der Zeit, nach ihrem Ursprung und hinsichtlich ihrer Funktion innerhalb einer physikalischen Weltbeschreibung liefern die Relativitätstheorien keine neuen Erkenntnisse.
Wie lässt sich nun die vorgestellte Abstraktion einer gleichmäßig verfließenden Zeit rechtfertigen? Welche Argumente bzw. welche Erfahrungen berechtigen zu der Voraussetzung, das menschliche Bewusstsein als Ausgangspunkt der Zeitvorstellung zu nehmen? Diese Problemstellung betrifft neben der Frage nach dem Ursprung der Zeit vor allem die Frage nach der Realität der Zeit. Denn außer mit den klassischen Argumenten, die wir bei Augustinus, McTaggart und – mit Einschränkung – auch bei Aristoteles finden, wird die Realität der Zeit auch durch Überlegungen in Frage gestellt, die sich gerade auf naturwissenschaftliche Ergebnisse berufen.
So zeigen Erkenntnisse der psychophysiologischen Forschung, dass unsere Zeitvorstellung mit naturwissenschaftlichen Argumenten nicht gerechtfertigt werden kann. Aus einer ganz anderen Perspektive als den bekannten kommt damit der Verdacht auf, dass es die Zeit an sich gar nicht gibt.
Im Rahmen von Experimenten zur Zeitwahrnehmung unterscheidet man drei Kategorien des menschlichen Zeiterlebens: das Erleben von gleichzeitigen Ereignissen, das Erleben von aufeinander folgenden Ereignissen und das Erleben der subjektiven Gegenwart. Diese Kategorien sind die wesentlichen Elemente bei der Entstehung der bewussten Zeit bzw. bei der Generierung von Zeit im menschlichen Bewusstsein.
Die Frage lautet hier: Wann nehmen Menschen zwei Ereignisse als gleichzeitig wahr? Die naheliegende Antwort lautet: „wenn diese Ereignisse gleichzeitig sind“. In Experimenten jedoch, die diese Frage genauer zu beantworten suchen, stellt man fest, dass Menschen auch zwei physikalisch ungleichzeitige Ereignisse als gleichzeitig wahrnehmen; und zwar genau dann, sobald ein bestimmter zeitlicher Abstand zwischen diesen beiden Ereignissen unterschritten wird. Objektiv ungleichzeitige Ereignisse werden also als gleichzeitig stattfindend aufgefasst.
Dieser maximale Zeitabstand zwischen den dargebotenen Reizen, damit diese als gleichzeitig wahrgenommen werden, ist interessanterweise je nach Art der Sinneswahrnehmung verschieden. Der Grund liegt in den unterschiedlichen Übertragungsweisen im menschlichen Wahrnehmungsapparat. Bei akustischen Reizen beträgt dieser Abstand drei Millisekunden, bei visuellen Eindrücken dagegen zwanzig bis dreißig Millisekunden. Der Befund lautet also zusammengefasst: Werden auf den verschiedenen Sinneskanälen Ereignisse angeboten, deren zeitlicher Abstand ein gewisses, für den jeweiligen Kanal charakteristisches Maß nicht erreicht, so werden diese Ereignisse gleichzeitig erlebt.
Dieser Umstand hat für das menschliche Gehirn weitreichende Konsequenzen. Wenn von einem konkreten Ereignis, beispielsweise von einem Klopfen auf den Tisch, eine akustische Information deutlich schneller ins Bewusstsein gelangt als der optische Eindruck – immerhin beträgt der Unterschied den Faktor zehn -, dann müssen die entsprechenden Informationen vom Gehirn so koordiniert werden, dass die zusammengehörigen Informationen als gleichzeitig erlebt werden. Das menschliche Gehirn vollbringt diese Leistung dadurch, dass die Neuronen, also die Nervenzellen des Gehirns, in ihrer Aktivität periodisch schwanken. Während solch einer Schwingung, die etwa 30 bis 40 Millisekunden andauert, werden alle eintreffenden Informationen als gleichzeitig behandelt, d. h. sie werden effektiv als zeitlos aufgefasst. Im informationsverarbeitenden System des Menschen existieren also Schwingungen, die für alle Funktionen des Gehirns für eine gewisse Zeitspanne Gleichzeitigkeit herstellen bzw. definieren. Der soeben verwendete Begriff der Zeitlosigkeit ist insofern gerechtfertigt, als innerhalb einer der genannten Schwingungsmode keine zeitliche Differenzierung möglich ist und damit nach allgemeinem Verständnis keine Zeit existiert.
Die Frequenz der genannten Schwingung von etwa 30 bis 40 Millisekunden stellt auch die physiologische Grundlage für die zweite Kategorie des Zeiterlebens dar: für das Erleben einer zeitlichen Folge. Dazu benötigt man zwischen zwei Reizen eine Zeitspanne von mindestens 30 Millisekunden. Erst wenn diese verstrichen ist, besteht die Möglichkeit, subjektiv eine klar definierte zeitliche Abfolge festzulegen. Diese Untergrenze für die Diskriminierbarkeit von eintreffenden Reizen in eine definite Folge ist von den entsprechenden Sinneskanälen unabhängig.
Die Betrachtung der ersten beiden Kategorien des Zeiterlebens, der Kategorie der Gleichzeitigkeit und der der zeitlichen Folge, zeigt die weitreichenden Folgen für die menschliche Zeit- und Ereigniswahrnehmung. Offensichtlich bewirken die Oszillationen der Neuronenaktivität im Gehirn, dass die verschiedenen eintreffenden Reize während einer Periode synchronisiert und erst in der darauffolgenden Periode in eine zeitliche Ordnung gebracht werden. Das menschliche Gehirn arbeitet also in einem Takt von etwa 40 Millisekunden, während deren Ereignisse identifiziert, koordiniert und geordnet werden. Diese Zeitspanne muss mindestens gegeben sein, damit der Mensch ein Ereignis als Ereignis wahrnehmen und erkennen kann. Diese neurophysiologische Basis determiniert folglich unser Erleben sowohl von Gleichzeitigkeit als auch von der Aufeinanderfolge von Ereignissen. Wenn man unter Ereignissen also Zeitpunkte oder Jetztpunkte versteht, dann sind diese aus Sicht unseres Erlebens als solche nicht vorhanden. Sie existieren im Erlebnisraum nicht in der Weise, die man ihnen üblicherweise in der physikalischen bzw. mathematischen Abstraktion zuschreibt.
Die dritte Kategorie des menschlichen Zeiterlebens ist die Gegenwart bzw. der Augenblick. Diesen Augenblick erleben Menschen nicht als ein punktuelles Ereignis, sondern als ein ausgedehntes Zeitintervall. Unter der Gegenwart wird somit nicht ein Zeitpunkt ohne Ausdehnung, sondern eine Zeitspanne von einer gewissen Länge verstanden. Bei der Erfahrung bzw. beim Erleben von Gegenwart beziehen wir verschiedene Sinneseindrücke aus ganz unterschiedlichen Quellen aufeinander, und diese bilden dann eine mehr oder weniger einheitliche Wahrnehmungsgestalt. Diese Wahrnehmungsgestalten erscheinen immer wieder neu als Integrationsleistung unseres Gehirns und bestimmen den immer wieder neuen Inhalt unserer jeweils erlebten Gegenwart.
Hinsichtlich dieser Gegenwart gilt nun, dass sie maximal drei Sekunden dauert. Für diesen Befund sprechen sehr viele Beobachtungen. Wenn Menschen beispielsweise Reize von unterschiedlicher Dauer und Intensität einschätzen sollen, dann gelingen ihnen genaue Vergleiche zwischen diesen Reizen nur dann, wenn diese nicht mehr als drei Sekunden auseinander liegen. Deswegen fällt beispielsweise das Verstehen eines Vortrages leichter, wenn die sprachliche Darbietung der einzelnen Sinneinheiten die Dauer von drei Sekunden nicht überschreitet.
Offensichtlich werden alle Eindrücke innerhalb eines Zeitintervalls von drei Sekunden zu einer formalen Einheit zusammengefügt, die wir dann als unsere subjektive Gegenwart erleben. Innerhalb dieses Zeitfensters sind für uns also diejenigen Ereignisse unmittelbar verfügbar, die unser gegenwärtiges Erleben ausmachen. Längere Zeiteinheiten können nur dadurch in der unmittelbaren Wahrnehmung verfügbar gehalten werden, dass zwischen diesen Drei-Sekunden-Fenstern Verbindungen geschaffen werden. Wie häufig dies misslingt, merken wir, wenn wir bei alltäglichen Handlungen plötzlich stutzen. Wir wissen nicht mehr, was wir gerade erledigen wollten, weil ein anderer Gedanke oder ein ablenkendes Ereignis die Verbindung zu einem vorangegangenen Fenster hat abreißen lassen.
Die Untersuchung der subjektiv erfahrenen Gegenwart zeigt, dass das bewusste Erleben in einem Drei-Sekunden-Fenster auf den Strom der Zeit zu blicken scheint, bzw. dass das zeitliche Bewusstsein in der Größe eines Drei-Sekunden-Fensters an der Ereigniskette scheinbar vorbeigeschoben wird.
Vor diesem Hintergrund ist offensichtlich, dass die klassische Darstellung der Zeitmodi hinsichtlich des bewussten Erlebens unhaltbar ist. Die Vorstellung, dass eine ausdehnungslose Gegenwart punktuell die Vergangenheit von der Zukunft trennt, entspricht nicht der menschlichen Zeitwahrnehmung, die als Ursprung der Zeitvorstellung gilt. Schon die Beschreibung der Zeit, wie wir sie bei Aristoteles und Augustinus finden, muss also als eine Abstraktion bezeichnet werden. Und erst diese Abstraktion führt die beiden Denker in die bekannten Paradoxien.
Ihr Versuch, die Zeit gedanklich fassen, wäre auf der phänomenologischen Ebene erfolgreicher ausgefallen, wenn sie eine ausgedehnte Gegenwart angenommen hätten. Denn unter dieser Voraussetzung können sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft ansatzweise gegenwärtig sein. Auch die spitzfindige Diskussion, ob ein Jetzt in einem nachfolgenden Jetzt zu Ende gehen kann, wäre obsolet. Ja, es kann. Man gerät dann auch nicht in die Aporie, zwischen zwei Jetzten unzählige andere Jetzte annehmen zu müssen. Selbst Zenon wäre bei der Absicht, mittels seiner Paradoxien die Nicht-Existenz der Zeit zu erweisen, auf große gedankliche Schwierigkeiten gestoßen. Ohne damit die klassischen Lösungen als hinfällig oder gar fruchtlos bezeichnen zu wollen, wären zumindest die berühmten, problematisierenden Diskussionen über das Wesen und die Eigenschaften der Zeit deutlich anders ausgefallen.
Denn das Gehirn nimmt die Wirklichkeit nicht passiv auf, sondern gestaltet sie aktiv - wenn es sie nicht gar erst erschafft. Es produziert durch die neuronalen Oszillationen jeweils eigene Systemzustände. Diese periodische Aufeinanderfolge von Erregungs- und Hemmungsphasen bestimmt das menschliche Zeiterleben, das zu hintergehen der Mensch nicht in der Lage ist.
Wenn in dieser Weise das Erleben von Zeit erst nach einem aufwendigen Verarbeitungs- und Filterprozess uns gegenwärtig wird, dann kann die menschliche Wahrnehmung von Zeit nicht mehr als der unbezweifelbare Ausgangspunkt dienen, die Zeit in der oben beschriebenen Weise zu bestimmen. Die Vorstellung einer gleichförmig verfließenden, beliebig unterteilbaren Zeit ist durch das menschliche Zeiterleben nicht zu rechtfertigen. Aber – und das im Kontext unserer Fragestellung das Entscheidende – das Gehirn scheint sich selbst nicht nur kontinuierlich immer wieder neue Zeitintervalle herzustellen, es scheint auch die Zeit selbst zu konstituieren.
Wenn nun die Vorstellung von der Zeit eine Abstraktion des menschlichen Geistes ist, die sich aus einer Wahrnehmungserfahrung ergibt, die lediglich vom Gehirn generiert wird, dann gilt auch für die physikalische Zeit dasselbe wie für die erlebte Zeit: Wir sind es, die ein Bild von Zeit erschaffen – sei dieses Bild gegründet auf der scheinbaren Evidenz des Zeiterlebens oder auf der kontinuierlich verfließenden Zeit der Naturwissenschaften. Alle Probleme des Verstehens und alle begrifflichen Schwierigkeiten entfallen, wenn man akzeptiert, dass es sich bei der Zeit um eine Illusion handelt. Was dies für die menschliche Existenz bedeutet, ist zwar eine überaus wichtige, aber eine andere Frage.
Konsequent weitergedacht führen die vorgestellten Überlegungen auf das folgende Szenario: Die Wirklichkeit außerhalb des erkennenden Subjekts ist zeitlos. Wenn man unter Realität das bewusstseinsunabhängig faktisch Vorkommende fasst, dann lautet das Urteil schlicht: Die Zeit ist nicht real, sie existiert einfach nicht. Die Realität liegt zeitlos vor, und eine zeitliche Struktur wird erst durch Akte des Bewusstseins generiert. Gewissermaßen existiert die Welt ewig, und die in ihr vorhandenen Phänomene arbeitet das menschliche Bewusstsein sukzessive ab. Die Zeit ist damit eine Struktur, die das informationsverarbeitende System des Menschen der Realität zuschreibt, weil es hinsichtlich seiner Kapazitäten begrenzt ist. Um die Phänomene ins Bewusstsein heben zu können, werden diese in eine Ordnung gebracht und damit strukturiert. Diese Ordnung nennen wir Zeit.
Dieses Szenario ist gedanklich faszinierend und kann die Entstehung der Zeit durchaus beschreiben. Es konkurriert jedoch mit einer anderen, von mir bevorzugten Position, die eine weniger starke Trennung zwischen erkennendem Bewusstsein und erkannter Realität favorisiert. Dabei wird die Zeitlosigkeit der Realität nicht zwingend widerlegt, aber der Versuch unternommen, diese Annahme als weniger plausibel zu erweisen.
Dafür, dass die Zeit ein konstitutiver Zug der Realität ist, sprechen zunächst einmal vier Argumente:
1. Die neuronalen Grundlagen des menschlichen Bewusstseins und der Erkenntnis sind zweifellos Elemente der materiellen Wirklichkeit. Nahezu unabhängig davon, wie die Beziehung zwischen Geist und Materie, zwischen Bewusstsein und neuronalem Substrat bestimmt werden mag, erscheint es überzeugender, wenn eine derart basale Eigenschaft wie die Zeitlichkeit von Phänomenen in beiden Wirklichkeitsbereichen auftritt. Nur im Kontext einer dualistischen Konzeption könnte es gegebenenfalls befriedigen, Zeitlichkeit allein dem menschlichen Bewusstsein zuzuschreiben, ohne dass dieses Konstitutivum phänomenalen Erlebens eine Entsprechung auf einer anderen Ebene der Realität hätte.
2. Wenn man die Eigenschaften und die Entwicklung des menschlichen Erkenntnisapparat naturalistisch versteht, dann kann man die Entstehung eines bewussten Zeitempfindens wie folgt kurz skizzieren: Die Zeit existiert als eine grundlegende Eigenschaft der unbewussten Realität. Im Laufe der phylogenetischen und – mit entsprechenden Einschränkungen - auch während der ontogenetischen Entwicklung entsteht in den Organismen ein Bewusstsein von Zeit. Dies geschieht in Auseinandersetzung mit der Umgebung, innerhalb deren diejenigen Organismen eine größere differentielle Reproduktionsrate aufweisen, deren Nachkommen wir heute sind. Ein offenbar großer Vorteil während dieser Entwicklung besteht darin, nicht nur ein Bewusstsein von Zeit, sondern auch ein differenziertes Bewusstsein von Vergangenheit und Zukunft auszubilden. Aus vergangenen Ereignissen lernen und zukünftige Ereignisse antizipieren zu können bedeutet in biologischer Sicht ein erfolgreicheres Überleben.
Im allgemeinen wird diese Entwicklung als Anpassungsprozess verstanden. Mit der Verwendung des Begriffs der Anpassung muss man allerdings sehr vorsichtig sein. Denn die Ausbildung einer konkreten Erkenntnisleistung lässt keinesfalls darauf schließen, dass die subjektunabhängige Außenwelt auch genau diejenigen Eigenschaften aufweist, die jeweils erkannt werden. Dennoch vollziehe ich den Schritt an dieser Stelle – wenn auch in einer eher defensiven Formulierung. Denn die Entstehung eines bewussten Zeiterlebens lässt sich besser erklären, wenn die Realität auch eine Struktur aufweist, die das menschliche Bewusstsein als Zeiterfahrung repräsentiert.
3. Der letztgenannte Punkt markiert den entscheidenden argumentativen Vorteil gegenüber der Annahme einer zeitlosen Realität. In dem oben skizzierten Szenario, in dem die Zeit einzig durch Gehirnaktivitäten bzw. Bewusstseinsakte in die Welt kommt, kann dieses Phänomen wiederum nicht erklärt werden. Versteht man dagegen die Zeit als konstitutiven Zug der Realität, dann bietet diese die ontologische Grundlage, das bewusste Zeiterleben prinzipiell erklären zu können – trotz aller Schwierigkeiten, die Beziehung der materiellen Phänomene zum geistigen Korrelat gedanklich fassen und beschreiben zu können; aber dies gilt nicht nur für das Phänomen der Zeit.
4. Das letzte Argument rekurriert auf den Erfolg der naturwissenschaftlichen Wirklichkeitsbeschreibung. Die Abstraktion der physikalischen Zeit bildet die Grundlage für viele Theorien und Hypothesen, die insofern erfolgreich zur Beschreibung der Realität verwendet werden, als sie zutreffende Vorhersagen machen. Und dies ist das eigentlich Erstaunliche am Phänomen der bewussten Zeit: Der menschliche Geist ersinnt eine Theorie bzw. Metaphysik der Zeit, die das unmittelbare Zeiterleben transzendiert und ganz neue Wirklichkeitsbereiche erschließt. Deren Wesen und Eigenschaften formen ihrerseits dann wiederum ein kohärentes Bild mit den alltäglichen Erfahrungen der Zeit, die zuvor den Ausgangspunkt für die vorgeführte Abstraktion gebildet haben. Insofern dient die mathematische bzw. physikalische Zeit nicht nur als Grundlage zur Beschreibung der Kategorien des Zeiterlebens, sondern auch als Basis der Konstitution von Zeit im menschlichen Bewusstsein. Damit verdanken sich die Eigenschaften der Kategorien des Zeiterlebens den kontingenten Bedingtheiten menschlicher Existenz.
Hinsichtlich des letzten Argumentes kann allerdings der folgende Einwand vorgebracht werden. Unter der Annahme einer zeitlosen subjektunabhängigen Realität sind alle Phänomene und alle Ereignisse gleichermaßen, d. h. gleichzeitig real. Auch wenn der menschliche Erkenntnisapparat diese nur sukzessive zu bearbeiten vermag, kann man sich vorstellen, dass unter Anwendung entsprechender Hilfsmittel „vergangene“ und „zukünftige“ Ereignisse vergegenwärtigt und damit erkannt werden können. Solche Hilfsmittel sind beispielsweise Erinnerungen, Aufzeichnungen oder naturgesetzliche Zusammenhänge. Letztere ermöglichen noch nicht eingetretene Ereignisse vorherzusagen.
Neben der bereits genannten Kritik, dass in diesem Zeitlosigkeits-Szenario die Frage nach dem Entstehen von Zeitlichkeit gänzlich ungeklärt bleibt, erscheint auch der soeben skizzierte Einwand nicht ganz schlüssig. Denn aufgrund welcher Begrenzung ist das Bewusstsein dann dem unterworfen, was man das Diktat der Zeit nennen könnte? Wenn alle Ereignisse und Phänomene schlicht gleichzeitig existieren, müssten doch Hilfsmittel zur Verfügung stehen, die uns einen unmittelbaren Zugriff auf alle Ereignisse und Phänomene erlauben. Stattdessen aber muss das Eintreten zukünftiger Ereignisse geduldig abgewartet werden, und das nochmalige Erleben vergangener Erfahrungen ist dem Bewusstsein versagt.
Aufgrund der vorgeführten Argumentation ist es plausibler, von der Existenz der Zeit sowohl in der Realität als auch im Bewusstsein auszugehen. Dazu einige abschließende Überlegungen:
Wenn die Zeit als eine Eigenschaft der materiellen Wirklichkeit aufgefasst wird, dann ist sie als grundlegendes Naturgesetz zu verstehen, womöglich als das basalste Naturgesetz. Ebenso wie ein Naturgesetz ist die Zeit nicht in einem empiristischen oder positivistischen Kontext aus der Erfahrung resp. aus der Wahrnehmung induktiv abzuleiten. Vielmehr sind beide Schöpfungen des kreativen menschlichen Geistes, die als geistige Akte die unterschiedlichsten Ursprünge haben können. Für die Zeit liegt der Ursprung sicherlich in der Erfahrung von Prozessen, die als periodisch wiederkehrend wahrgenommen werden. Bei abstrakteren Theorien über die Welt sind die Anfänge meist hinter einer mehr oder weniger dicken historisch gewachsenen Schicht des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses verborgen.
In Naturgesetzen werden allgemeine Eigenschaften über die natürliche Wirklichkeit formuliert, deren Richtigkeit jeweils vorläufig ist und deren Gültigkeit sich in der wissenschaftlichen Arbeit ständig neu bewähren muss. Es führt kein logischer Weg zu den Inhalten der Naturgesetze, so dass deren Rechtfertigung nur in einer zutreffenden Beschreibung der natürlichen Phänomene, in erfolgreichen Vorhersagen und in der Konsistenz mit anderen naturgesetzlichen Zusammenhängen besteht. Aufgrund dieser Eigenart sind Naturgesetze metaphysisch zu nennen.
Gleiches gilt auch für die Zeit. Die Eigenschaften der Zeit, wie sie in der klassischen und mit Variation auch in der modernen Physik vorgestellt werden, sind ein grundlegender Zug der Natur. Das Wissen über die Zeit bzw. die Vorstellungen von Zeit müssen sich immer wieder im wissenschaftlichen Alltag bewähren. Die Zeit unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Bedeutung aber insofern von den Naturgesetzen, als sie ein konstitutives Element fast aller naturgesetzlichen Zusammenhänge darstellt. Weil sie als Basis einer gesetzesartigen Wirklichkeitsbeschreibung fungiert, kann die Zeit ontologisch auf einer tieferen Ebene der Realität angesiedelt werden.
Für eine genauere Einordnung der Zeit in einen schichtartigen Zusammenhang der Wirklichkeit muss ihr Verhältnis zur Materie, zum Raum und zu Prozessen bestimmt werden. Sicherlich ist die Zeit eine konstitutive Struktur der Wirklichkeit, aber vermutlich nur eine andere Bezeichnung für Prozesshaftigkeit. Die Aristotelische Zeittheorie scheint demnach deswegen zutreffend, weil dort die Zeit etwas an der Bewegung ist und nicht etwa die inverse Beziehung angenommen wird, wie alle bewährten physikalischen Theorien nahelegen.
Gemäß diesen Überlegungen liegen der erkennbaren Realität Prozesse zugrunde, die die basalen Elemente bzw. Aspekte dieser Realität wie Felder, Raum oder Materie strukturieren. Dabei ist offen, ob die Prozesse an diesen Strukturen vorliegen oder ob sie diese Strukturen erst generieren. Auf jeden Fall wird die Prozesshaftigkeit der Realität auf einer anderen ihrer Ebenen, nämlich auf der Ebene des menschlichen Bewusstseins, als Zeit erlebt. Die bewusste Zeitwahrnehmung repräsentiert also eine grundlegende Struktur der Wirklichkeit bzw. einen tiefen Zug der Realität.
Das Faszinierende dieser Erfahrung besteht darin, dass von dieser ausgehend eine Theorie der Zeit entworfen werden kann, die sich auch in anderen Bereichen der Realität bewährt. Hinsichtlich dieser Struktur im Erkenntnisprozess unterscheidet sich die Zeit nicht von den gesetzesartigen Zusammenhängen der Naturwissenschaft. Sie verweist aber auf eine basale Struktur der Realität, deren Charakteristikum sowohl vom menschlichen Erleben als auch von der wissenschaftlichen Theorie bislang nur sehr unzureichend repräsentiert werden kann. Ursprung und Eigenschaften dieser Struktur freizulegen ist nicht so sehr eine naturwissenschaftliche, sondern vielmehr eine genuin philosophische Aufgabe.
Autor [Stand der Information: 01/11/2004]
Berthold Suchan ist promovierter Philosoph und als Lehrbeauftragter zur Zeit Lehrstuhlvertreter am Zentrum für Philosophie der der Universität Gießen.
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