| Geschichte |
Augustinus - ein Sohn des Heiden Patricius und der Christin Monica: Das bewegte Leben dieses Mannes, der in der Osternacht 387 getauft wurde, untersucht der Tübinger Professor für philosophische Grundlagen der Theologie; Johannes Brachtendorf, in dem Band «Augustinus. <Confessiones>. Der Bischof von Hippo, bei der Belagerung seiner Stadt durch die Vandalen 430 gestorben, beeinflusste durch seine verschiedenen Schriften, etwa die 22 Bücher über den Gottesstaat oder seine philosophischen beziehungsweise theologischen Abhandlungen, die Schrifterklärungen oder Predigten und Briefe das abendländische Denken in herausragender Weise.
Brachtendorf, Hauptherausgeber der lateinisch-deutschen Augustinus-Gesamtherausgabe - geht in dem vom ihm vorgelegten Band minutiös der Geschichte des Kirchenvaters nach. Der Autor beschäftigt sich intensiv mit philosophischem Gedankengut - etwa dem Neuplatonismus - zieht aber auch eine Linie von der schwierigen Zeit des «lockeren Lebens» bis hin zur entgültigen Wandlung. Brachtendorf verfolgt das Leben dies herausragenden Denkers quasi autobiografisch. Die «Confessiones» des heiligen Augustinus, der zu den großen abendländischen Kirchenvätern zählt, gehören seit langem zu den meist gelesensten Werken der Weltliteratur. Die Auseinandersetzung mit dem bekanntesten Werk dies facettenreichen Mannes kann nur bereichern. Brachtendorf bietet dazu in seinem Buch alle erdenkbaren Hilfen an.
Johannes Brachtendorf: Augustinus "Confessiones", Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, 315 Seiten, 49,90 €
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Autor [Stand der Information: 03/12/2005]
Reinhard Geihsen, Katholische Nachrichtenagentur KNA
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