| Rezension |
| Vittorio Hösle gibt im Verlag C.C. Buchner unter dem Titel „Faszination Philosophie“ eine Einführungsreihe heraus, die nicht wie andere Einführungen eine Übersicht über ein bestimmtes Thema geben will, sondern anhand der persönlichen Position eines Autors den Leser auf ein bestimmtes Thema einstimmen will. Hösle wählt denn auch gerne solche Autoren aus, die eine Richtung abseits des mainstreams (und dem Idealismus, den er selbst vertritt, nahe) stehen. |
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Der emeritierte Aachener Philosoph (und Hösle-Lehrer) Dieter Wandschneider bietet in dem Band eine Darstellung seiner eigenen Technikphilosophie, die auf Vorlesungen beruht, die er an der Technischen Universität Aachen gehalten hat. Wandschneider ist Hegelianer, deshalb ist sein Zugang zur Technik ein dialektischer und das Zentrum des Buches bildet das Kapitel „Dialektik des Technischen“. Hier behandelt er die Dialektik technischer Effizienz, technischen Fortschritts, technischer Wunscherfüllung, technischer Befreiung, technischen Konstruierens und u. a. technischer Funktionalität. Wichtigster Autor ist ihm aber dabei Heidegger, mit dem er sich eingehend auseinandersetzt. Aber im Unterschied zu Heidegger sieht Wandschneider in der Dialektik der Technik gleichsam die Rache einer umfassenderen Vernunft an einer einseitig verkürzten Rationalität. Der letzte ausführliche Teil des Buches geht auf die „Ethik des Technischen“ ein. Hier folgt Wandschneider Hans Jonas und tritt für eine in der Vernunft begründete allgemeine Ethik ein.
Das Buch enthält weder eine Übersicht über die Geschichte der Technikphilosophie noch eine solche über die gegenwärtig vertretenen Positionen, sondern es stellt einen eigenständigen, durchaus persönlich gehaltenen und gut verständlich Ansatz vor, der seine Wurzeln in Hegel, Heidegger und Jonas hat und in dieser Form nur von Wandschneider vertreten wird. Sehr gut erschlossen ist es durch Sach- und Personenregister.
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[Stand der Information: 10/10/2005]
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